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Lebensversicherung vergleichen

Lebensversicherung vergleichen: So finden Sie Schutz, der wirklich zu Ihrem Leben passt

Eine Lebensversicherung gehört zu den Verträgen, die man hoffentlich niemals in Anspruch nehmen muss – zumindest dann, wenn es um die Absicherung des Todesfalls geht. Trotzdem kann sie für Familien, Paare, Immobilienbesitzer und Selbstständige eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen überhaupt sein.

Doch Hand aufs Herz: Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt, landet ziemlich schnell in einem Dschungel aus Versicherungssummen, Laufzeiten, Gesundheitsfragen, Überschüssen, Beiträgen und unterschiedlichsten Tarifvarianten. Da kann einem schon einmal der Kopf schwirren.

Genau deshalb lohnt es sich, eine Lebensversicherung zu vergleichen, statt vorschnell den erstbesten Vertrag abzuschließen.

Denn Lebensversicherung ist nicht gleich Lebensversicherung. Während der eine lediglich seine Familie für den Fall seines Todes finanziell absichern möchte, sucht der andere möglicherweise nach einer Kombination aus Vorsorge und Vermögensaufbau. Wieder jemand anderes braucht eine Absicherung, weil noch ein Immobilienkredit über mehrere Hunderttausend Euro läuft.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

„Welche Lebensversicherung ist die beste?“

Sondern vielmehr:

Welche Lebensversicherung passt zu meiner persönlichen Situation?

Und genau darum geht es in diesem Ratgeber.

Was ist eine Lebensversicherung überhaupt?

Unter dem Begriff Lebensversicherung werden mehrere unterschiedliche Versicherungsformen zusammengefasst. Im Kern beziehen sie sich auf finanzielle Leistungen, die entweder im Todesfall oder zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgezahlt werden.

Dabei sollte man insbesondere zwischen verschiedenen Varianten unterscheiden.

Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung dient ausschließlich der finanziellen Absicherung.

Verstirbt die versicherte Person während der vereinbarten Vertragslaufzeit, erhält die begünstigte Person die vereinbarte Versicherungssumme.

Überlebt der Versicherungsnehmer die Laufzeit, erfolgt normalerweise keine Auszahlung.

Das klingt zunächst vielleicht etwas ernüchternd. Tatsächlich ist genau diese Konstruktion jedoch der Grund dafür, dass eine Risikolebensversicherung häufig vergleichsweise günstig angeboten werden kann.

Beispiel:

Ein Familienvater versichert sein Leben für 250.000 Euro über eine Laufzeit von 25 Jahren. Sollte er innerhalb dieses Zeitraums versterben, erhalten seine Hinterbliebenen die vereinbarte Summe.

Das Geld könnte beispielsweise verwendet werden für:

  • laufende Lebenshaltungskosten,
  • die Ausbildung der Kinder,
  • die Rückzahlung eines Immobilienkredits,
  • Miet- oder Nebenkosten,
  • finanzielle Verpflichtungen der Familie.

Gerade Familien mit nur einem Hauptverdiener sollten sich deshalb mit dieser Absicherung beschäftigen.

Kapitalbildende Lebensversicherung

Bei einer klassischen kapitalbildenden Lebensversicherung werden Risikoabsicherung und Sparvorgang miteinander kombiniert.

Ein Teil des Beitrags wird für den Versicherungsschutz verwendet, während ein anderer Teil langfristig angespart beziehungsweise angelegt wird.

Am Ende der vereinbarten Laufzeit kann eine Auszahlung erfolgen.

Solche Verträge sind jedoch komplexer als eine reine Risikolebensversicherung. Wer Angebote vergleichen möchte, sollte daher besonders genau auf Kosten, garantierte Leistungen und mögliche Überschüsse achten.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung wird ein Teil der Beiträge in Investmentfonds investiert.

Dadurch bestehen grundsätzlich höhere Renditechancen als bei sehr konservativen Anlageformen. Gleichzeitig trägt der Versicherungsnehmer jedoch auch ein entsprechendes Kapitalmarktrisiko.

Kurz gesagt:

Steigen die Märkte, kann sich das positiv auf den Vertragswert auswirken. Entwickeln sich die Kapitalmärkte schlecht, kann die tatsächliche Auszahlung geringer ausfallen als erhofft.

Auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf Gebühren und Anlageoptionen.

Warum sollte man eine Lebensversicherung vergleichen?

Versicherungsangebote unterscheiden sich teilweise erheblich.

Zwei Personen können beispielsweise dieselbe Versicherungssumme und dieselbe Laufzeit wählen – und trotzdem vollkommen unterschiedliche Beiträge erhalten.

Warum?

Weil zahlreiche Faktoren in die Berechnung einfließen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Alter,
  • Gesundheitszustand,
  • Beruf,
  • Rauchverhalten,
  • gewünschte Versicherungssumme,
  • Vertragslaufzeit,
  • gefährliche Hobbys,
  • Tarifgestaltung.

Wer eine Lebensversicherung vergleichen möchte, sollte daher niemals ausschließlich auf den Monatsbeitrag schauen.

Ein günstiger Tarif kann durchaus attraktiv sein. Entscheidend ist jedoch, ob die vereinbarten Leistungen zur eigenen Lebenssituation passen.

Für wen ist eine Lebensversicherung besonders sinnvoll?

Nicht jeder benötigt automatisch eine Lebensversicherung.

Für bestimmte Personengruppen kann sie jedoch ausgesprochen wichtig sein.

Familien mit Kindern

Kinder verändern vieles – auch die finanzielle Verantwortung.

Was passiert beispielsweise, wenn ein Elternteil plötzlich verstirbt und ein erheblicher Teil des Haushaltseinkommens wegfällt?

Miete oder Immobilienrate laufen schließlich weiter. Lebensmittel müssen bezahlt werden und die Kinder benötigen möglicherweise noch viele Jahre finanzielle Unterstützung.

Eine ausreichend hohe Todesfallabsicherung kann der Familie in einer ohnehin emotional schwierigen Situation wenigstens finanziell etwas Luft verschaffen.

Paare mit Immobilienkredit

Eine Immobilie wird häufig über 20, 25 oder sogar 30 Jahre finanziert.

Fällt während dieser Zeit einer der Kreditnehmer weg, kann die verbleibende monatliche Belastung schnell zum Problem werden.

Aus diesem Grund verlangen Banken zwar nicht grundsätzlich immer eine Lebensversicherung, sie kann bei größeren Finanzierungen jedoch eine sinnvolle zusätzliche Absicherung darstellen.

Selbstständige

Selbstständige tragen häufig besondere finanzielle Verantwortung.

Neben der Familie können beispielsweise Geschäftskredite, Investitionen oder andere Verpflichtungen bestehen.

Eine individuell angepasste Todesfallabsicherung kann deshalb auch in dieser Situation sinnvoll sein.

Unverheiratete Paare

Bei unverheirateten Paaren sollte das Thema Absicherung ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Gerade wenn gemeinsame Kredite, Immobilien oder andere Verpflichtungen bestehen, lohnt es sich, frühzeitig zu klären, welche finanziellen Folgen der Tod eines Partners hätte.

Lebensversicherung vergleichen: Diese Kriterien sind entscheidend

Nun wird es praktisch.

Wer verschiedene Angebote gegenüberstellt, sollte sich nicht von großen Werbeversprechen beeindrucken lassen. Viel wichtiger sind konkrete Vertragsdaten.

1. Die richtige Versicherungssumme

Die Versicherungssumme ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Ist sie zu niedrig, reicht das Geld möglicherweise nicht aus, um die Hinterbliebenen ausreichend abzusichern.

Ist sie unnötig hoch, steigen unter Umständen die Versicherungsbeiträge.

Eine pauschal perfekte Summe gibt es nicht.

Als Ausgangspunkt können Sie folgende Verpflichtungen betrachten:

  1. offene Kredite,
  2. laufende Haushaltskosten,
  3. Einkommen, das nach einem Todesfall fehlen würde,
  4. Ausbildungs- oder Studienkosten der Kinder,
  5. sonstige langfristige Verpflichtungen.

Ein Beispiel:

Eine Familie hat noch einen Immobilienkredit von 180.000 Euro. Zusätzlich sollen 70.000 Euro als finanzielle Reserve für die Familie zur Verfügung stehen.

In diesem Fall könnte eine Versicherungssumme von mindestens 250.000 Euro eine erste Orientierung darstellen.

Die tatsächliche Höhe sollte jedoch immer individuell berechnet werden.

2. Die Laufzeit richtig auswählen

Auch die Vertragslaufzeit verdient besondere Aufmerksamkeit.

Sie sollte den Zeitraum abdecken, in dem das finanzielle Risiko besonders hoch ist.

Bei Familien könnte das beispielsweise die Zeit sein, bis die Kinder finanziell selbstständig sind.

Bei einer Immobilienfinanzierung kann sich die Laufzeit wiederum am Kredit orientieren.

Angenommen, Ihr Immobilienkredit läuft noch 22 Jahre.

Eine Lebensversicherung mit lediglich zehn Jahren Laufzeit würde das Risiko nur teilweise abdecken.

Hier gilt also:

Nicht einfach irgendeine Laufzeit auswählen, sondern überlegen, wie lange die finanzielle Abhängigkeit tatsächlich besteht.

3. Beitragshöhe und tatsächliche Leistungen prüfen

Natürlich spielt der Preis eine Rolle.

Aber Vorsicht: Der günstigste Beitrag ist nicht automatisch das beste Angebot.

Vergleichen Sie deshalb immer Preis und Leistung gemeinsam.

Interessant sind beispielsweise Fragen wie:

  • Wie hoch ist die garantierte Versicherungssumme?
  • Bleibt der Beitrag während der Vertragslaufzeit konstant?
  • Gibt es zusätzliche Leistungen?
  • Welche Ausschlüsse enthält der Vertrag?
  • Welche Möglichkeiten zur Anpassung bestehen?

Erst wenn diese Punkte berücksichtigt wurden, ergibt ein Preisvergleich wirklich Sinn.

4. Nachversicherungsmöglichkeiten beachten

Das Leben bleibt nicht stehen.

Heute leben Sie vielleicht noch zu zweit in einer Mietwohnung. Fünf Jahre später gibt es zwei Kinder, ein eigenes Haus und einen deutlich höheren finanziellen Absicherungsbedarf.

Gute Tarife können deshalb Möglichkeiten bieten, die Versicherungssumme bei bestimmten Lebensereignissen anzupassen.

Typische Ereignisse können beispielsweise sein:

  • Heirat,
  • Geburt eines Kindes,
  • Immobilienkauf,
  • Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit,
  • deutliche Einkommenssteigerung.

Eine sogenannte Nachversicherungsgarantie kann daher sehr wertvoll sein.

5. Gesundheitsfragen unbedingt korrekt beantworten

Vor Vertragsabschluss müssen häufig Gesundheitsfragen beantwortet werden.

Und genau hier sollte man besonders sorgfältig sein.

Falsche oder unvollständige Angaben können später erhebliche Folgen haben.

Das Motto „Wird schon niemand merken“ ist bei Versicherungsverträgen eine ausgesprochen schlechte Idee.

Nehmen Sie sich daher Zeit und beantworten Sie die Fragen vollständig und wahrheitsgemäß.

Wenn Sie bei medizinischen Angaben unsicher sind, kann es sinnvoll sein, vorhandene Unterlagen beziehungsweise Informationen bei behandelnden Ärzten zu prüfen.

6. Raucher oder Nichtraucher?

Beim Vergleich von Risikolebensversicherungen spielt auch das Rauchverhalten häufig eine Rolle.

Raucher müssen vielfach mit höheren Beiträgen rechnen.

Dabei definieren Versicherer teilweise unterschiedlich, wann jemand als Raucher beziehungsweise Nichtraucher gilt.

Es lohnt sich deshalb, die konkreten Bedingungen zu lesen.

Übrigens: Auch gelegentliches Rauchen kann relevant sein. Angaben sollten daher niemals beschönigt werden.

Welche Fehler sollte man beim Lebensversicherung-Vergleich vermeiden?

Eine Lebensversicherung läuft häufig viele Jahre. Fehler beim Abschluss können deshalb lange nachwirken.

Nur den günstigsten Anbieter auswählen

Klar, niemand bezahlt gern mehr als nötig.

Doch eine Versicherung ist kein Produkt, bei dem ausschließlich der niedrigste Preis zählt.

Ein paar Euro Beitragsunterschied können weniger bedeutend sein als bessere Vertragsbedingungen.

Versicherungssumme zu niedrig ansetzen

200.000 Euro klingen zunächst nach sehr viel Geld.

Doch bei einer Familie mit Immobilienkredit kann diese Summe schneller aufgebraucht sein, als man denkt.

Rechnen Sie deshalb konkret.

Welche Schulden bestehen?

Wie viele Jahre müsste fehlendes Einkommen ersetzt werden?

Welche finanziellen Reserven sind bereits vorhanden?

Erst danach sollte die Versicherungssumme festgelegt werden.

Laufzeit zu kurz wählen

Ein ebenfalls typischer Fehler ist eine zu kurze Vertragsdauer.

Wird beispielsweise eine Familie abgesichert, sollte der Vertrag nicht unbedingt enden, solange die Kinder noch stark vom Einkommen der Eltern abhängig sind.

Bestehende Altersvorsorge mit Todesfallschutz verwechseln

Nicht jedes Altersvorsorgeprodukt bietet automatisch eine ausreichende Hinterbliebenenabsicherung.

Deshalb sollten Sparen, Altersvorsorge und Todesfallschutz gedanklich zunächst getrennt betrachtet werden.

So lässt sich leichter erkennen, welche Absicherung tatsächlich benötigt wird.

Lebensversicherung online vergleichen – sinnvoll oder riskant?

Online-Vergleichsmöglichkeiten können einen schnellen Überblick über verschiedene Tarife liefern.

Das ist durchaus hilfreich.

Innerhalb weniger Minuten können verschiedene Versicherungssummen, Laufzeiten und Beiträge gegenübergestellt werden.

Allerdings sollte ein Vergleich nicht nach dem Motto funktionieren:

„Der erste Treffer ist der billigste – den nehme ich.“

Schauen Sie stattdessen genau auf die Vertragsdetails.

Ein Online-Vergleich ist vor allem ein Werkzeug zur Orientierung.

Bei komplizierten gesundheitlichen Situationen, hohen Versicherungssummen oder umfangreichen Vorsorgekonzepten kann zusätzlich eine individuelle Beratung sinnvoll sein.

Wie hoch sollte eine Lebensversicherung sein?

Diese Frage wird besonders häufig gestellt.

Eine Möglichkeit besteht darin, den finanziellen Bedarf Schritt für Schritt zu berechnen.

Nehmen wir ein vereinfachtes Beispiel.

Eine Familie benötigt:

  • 160.000 Euro zur Ablösung eines Immobilienkredits,
  • 80.000 Euro als Einkommensreserve,
  • 30.000 Euro für Ausbildung und Unterstützung der Kinder.

Daraus ergibt sich ein Bedarf von:

270.000 Euro.

Bestehen bereits größere Rücklagen, könnten diese gegebenenfalls gegengerechnet werden.

Hat die Familie beispielsweise 50.000 Euro frei verfügbares Vermögen, könnte der zusätzliche Absicherungsbedarf rechnerisch geringer ausfallen.

Allerdings sollte nicht jeder Euro Ersparnis automatisch von der Versicherungssumme abgezogen werden. Schließlich benötigen Familien auch weiterhin Notfallreserven.

Fallende oder konstante Versicherungssumme?

Bei Risikolebensversicherungen können unterschiedliche Modelle angeboten werden.

Konstante Versicherungssumme

Die vereinbarte Summe bleibt während der gesamten Vertragslaufzeit gleich.

Beispiel:

250.000 Euro Versicherungsschutz über 25 Jahre.

Dieses Modell eignet sich häufig gut für die allgemeine Familienabsicherung.

Fallende Versicherungssumme

Hier reduziert sich die Versicherungssumme im Laufe der Zeit.

Das kann beispielsweise interessant sein, wenn hauptsächlich ein Kredit abgesichert werden soll, dessen Restschuld ebenfalls kontinuierlich sinkt.

Allerdings verlaufen Versicherungssumme und tatsächliche Kreditrestschuld nicht automatisch exakt gleich.

Deshalb sollte genau geprüft werden, welches Modell zur Finanzierung passt.

Zwei Partner absichern: Ein Vertrag oder zwei?

Bei Paaren stellt sich häufig die Frage, wer eigentlich versichert werden sollte.

Die Antwort lautet oft:

Beide.

Denn auch wenn ein Partner deutlich weniger verdient, kann dessen Tod erhebliche finanzielle Folgen haben.

Ein Beispiel:

Ein Elternteil arbeitet Vollzeit, der andere kümmert sich überwiegend um die Kinder.

Verstirbt der betreuende Elternteil, entstehen möglicherweise plötzlich Kosten für Kinderbetreuung oder Haushaltshilfe.

Das zeigt:

Der wirtschaftliche Wert einer Person lässt sich nicht ausschließlich am monatlichen Einkommen festmachen.

Wann sollte man eine Lebensversicherung abschließen?

Grundsätzlich können Versicherungsbeiträge vom Eintrittsalter und Gesundheitszustand beeinflusst werden.

Wer jung und gesund ist, erhält daher häufig günstigere Konditionen als jemand, der deutlich später einen Vertrag abschließt oder bereits gesundheitliche Probleme hat.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass jeder mit 20 Jahren sofort eine Lebensversicherung benötigt.

Entscheidend ist vielmehr der tatsächliche Absicherungsbedarf.

Typische Zeitpunkte, an denen sich eine Prüfung anbietet, sind:

  • Familiengründung,
  • Geburt eines Kindes,
  • Hauskauf,
  • größere Kreditaufnahme,
  • Hochzeit,
  • Beginn einer Selbstständigkeit.

Bestehende Lebensversicherung kündigen und wechseln?

Hier ist Vorsicht angesagt.

Eine alte Versicherung sollte nicht vorschnell gekündigt werden, nur weil irgendwo ein scheinbar günstigeres Angebot auftaucht.

Warum?

Bei einem neuen Vertrag wird möglicherweise erneut der aktuelle Gesundheitszustand bewertet.

Sind zwischenzeitlich Erkrankungen hinzugekommen, könnte ein neuer Vertrag teurer werden oder schlechtere Bedingungen bieten.

Außerdem können bei kapitalbildenden Verträgen finanzielle Nachteile durch eine vorzeitige Kündigung entstehen.

Deshalb gilt:

Erst vergleichen und prüfen – dann handeln.

Nicht andersherum.

Lebensversicherung vergleichen: Eine praktische Checkliste

Bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden, können Sie folgende Punkte durchgehen:

  1. Wie hoch ist mein tatsächlicher finanzieller Absicherungsbedarf?
  2. Welche Schulden bestehen noch?
  3. Wie lange benötigen Angehörige finanziellen Schutz?
  4. Welche Versicherungssumme brauche ich?
  5. Welche Laufzeit passt zu meiner Situation?
  6. Soll die Versicherungssumme konstant oder fallend sein?
  7. Gibt es Möglichkeiten zur späteren Anpassung?
  8. Welche Gesundheitsfragen werden gestellt?
  9. Welche Ausschlüsse enthält der Vertrag?
  10. Wie hoch ist der Beitrag über die gesamte Laufzeit?
  11. Wer soll die Versicherungsleistung erhalten?
  12. Was passiert bei Veränderungen meiner Lebenssituation?

Wer diese Fragen beantworten kann, ist bei der Tarifauswahl bereits einen großen Schritt weiter.

Häufige Fragen zum Thema Lebensversicherung vergleichen

Kann man mehrere Lebensversicherungen gleichzeitig haben?

Grundsätzlich können mehrere Versicherungsverträge bestehen.

Das kann beispielsweise vorkommen, wenn zu einer bestehenden Familienabsicherung später eine zusätzliche Versicherung für einen Immobilienkredit abgeschlossen wird.

Bei hohen Versicherungssummen können Versicherer allerdings zusätzliche Informationen verlangen.

Wie oft sollte man seine Lebensversicherung überprüfen?

Eine regelmäßige Überprüfung ist sinnvoll, insbesondere wenn sich die Lebenssituation deutlich verändert.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Heirat,
  • Scheidung,
  • Geburt eines Kindes,
  • Immobilienkauf,
  • neue Kredite,
  • Veränderungen des Einkommens.

Ein Vertrag, der vor zehn Jahren perfekt gepasst hat, muss heute nicht automatisch noch ausreichend sein.

Ist eine Lebensversicherung auch ohne Kinder sinnvoll?

Ja, das kann durchaus der Fall sein.

Wer beispielsweise gemeinsam mit seinem Partner eine Immobilie finanziert oder andere finanzielle Verpflichtungen hat, kann ebenfalls einen Absicherungsbedarf besitzen.

Kann eine Lebensversicherung einen Immobilienkredit absichern?

Eine Risikolebensversicherung kann grundsätzlich dazu genutzt werden, Hinterbliebenen im Todesfall finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, mit denen beispielsweise eine offene Immobilienfinanzierung ganz oder teilweise abgelöst werden kann.

Die Versicherungssumme und Laufzeit sollten dafür passend gewählt werden.

Was passiert, wenn die Lebensversicherung endet und ich noch lebe?

Bei einer reinen Risikolebensversicherung endet der Versicherungsschutz normalerweise ohne Auszahlung, sofern während der Laufzeit kein versicherter Todesfall eingetreten ist.

Das ist kein „verlorenes Geld“, sondern entspricht dem Prinzip einer Risikoabsicherung – ähnlich wie bei vielen anderen Versicherungen.

Fazit: Lebensversicherung vergleichen statt vorschnell unterschreiben

Eine Lebensversicherung ist kein Vertrag, den man zwischen Tür und Angel abschließen sollte.

Dafür hängt schlicht zu viel davon ab.

Wer Angehörige absichern, eine Immobilienfinanzierung schützen oder andere finanzielle Risiken abfedern möchte, sollte zunächst den eigenen Bedarf ermitteln und anschließend mehrere Lebensversicherungen vergleichen.

Dabei kommt es nicht nur auf einen möglichst niedrigen Monatsbeitrag an.

Versicherungssumme, Laufzeit, Vertragsbedingungen, Gesundheitsprüfung, Anpassungsmöglichkeiten und persönliche Lebensplanung spielen mindestens eine ebenso große Rolle.

Und ja, das Ganze wirkt auf den ersten Blick vielleicht ein wenig kompliziert.

Doch wenn man Schritt für Schritt vorgeht, wird aus dem scheinbaren Versicherungsdschungel schnell eine überschaubare Entscheidung.

Stellen Sie sich deshalb vor dem Abschluss vor allem eine Frage:

Welche finanziellen Folgen hätte mein Tod heute für die Menschen, die mir wichtig sind?

Die Antwort darauf ist vermutlich der beste Ausgangspunkt für jeden Vergleich.

Denn eine gute Lebensversicherung erkennt man nicht daran, dass sie auf dem Papier besonders günstig aussieht. Sie erkennt man daran, dass sie dann ausreichend Schutz bietet, wenn Ihre Familie ihn wirklich braucht.

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